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Mit der SPD ins sonnige Hamburg

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Das Hamburger Rathaus - Wirkungsstätte bedeutender sozialdemokratischer Bürgermeister

15. August 2010 0 Kommentare

(tH) Die Chance auf trockenes Wetter betrug 15 Prozent beim Busausflug der Südstadt-SPD nach Hamburg. Aus dieser schlechten Prognose machte Organisator und Reiseleiter Wilfried Kretschmer eine hundertprozentig gelungene Fahrt, die bei Sonnenschein begann und endete und dazwischen regenfrei blieb.

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Staunen im alten Elbtunnel - ein technisches Meisterwerk

Die Tour begann in Finkenwerder am Airbus-Werk, führte vom Bootsanleger aus mit der Fähre zur Elbphilharmonie am Sandufer, von dort zu Fuß weiter durch die Speicherstadt durch das Zentrum zum Hafen und schließlich mit dem Schiff nach Övelgönne, wo der Bus zur Rückfahrt bereitstand. Gut sieben Stunden dauerte der Aufenthalt, zwei mehr als geplant, aber die brauchte man auch, weil es viel zu sehen gab und weil viel los war in Hamburg.
Die Busfahrt, die traditionell Natur und Kultur zusammenbringt und immer Wissenswertes über Wasser zeigt und vermittelt, setzte diesmal auch geschichtliche und technische Akzente. Kretschmer informierte über den Umweltkonflikt bei der Erweiterung des Airbus-Flugplatzes, über den Geestrücken, der sich an der Elbe entlang zieht und über die Sturmflut 1962, die an dieser Stelle viele Todesopfer forderte. Auf dem Weg zum Rathaus erläuterte er die Bedeutung der Patriotischen Gesellschaft, der 1765 gegründeten ältesten Bürgerinitiative Deutschlands. Im Rathaus selbst erwähnte er die sozialdemokratische Tradition der Hansestadt. An die Nachkriegsbürgermeister Max Brauer, Paul Nevermann, Herbert Weichmann wurde erinnert und an Helmut Schmidt, der als Innensenator durch sein Krisenmanagement bei der Sturmflut legendär wurde. In Harburg fiel der Name Herbert Wehner, der hier von 1949 bis 1983 direkt gewählter Wahlkreisabgeordneter war.
Unter den Alsterpassagen ging es über den Neuen Wall zum „Michel“, dem Wahrzeichen Hamburgs, dessen Turm mit 132 Metern die Hildesheimer Andreaskirche um 18 Meter überragt. Natürlich wurden die 453 Stufen erklettert, um den grandiosen Weitblick zu genießen. Im Michaelisjahr war der Besuch der 1786 erbauten und gerade grundlegend restaurierten Hauptkirche Sankt Michaelis auch eine Reverenz an 776 Jahre ältere Schwesterkirche in Hildesheim.
Beim nahe gelegenen alten Elbtunnel stieg die Reisegruppe 24 Meter tief hinab – Roswitha Häger zählte 132 Stufen –, um das von 1907 bis 1911 gebaute ingenieurtechnische Meisterwerk zu bestaunen. Genutzt wird es zur Zeit nur noch als Fußgänger- und Fahrradtunnel.
Busfahrer Dietmar Wüstefeld brachte die Reisegruppe gegen 20 Uhr sicher ans Ziel, was bei der SPD immer bedeutet, dass jeder aussteigen konnte, wo er auch einstieg: an „seiner“ Bushaltestelle. Den Dank des Ortsvereinsvorsitzenden Hartmut Häger an Wilfried Kretschmer unterstrichen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit kräftigem Beifall.
 




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